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Die LEDs
Die Schaltung unterstützt zwei generelle Arten von Startampeln. Die eine hat 5 rote LED-Stränge und je einen gelben und einen grünen. Die andere Art hat nur die roten und den grünen, aber keinen gelben Ledstrang, und zeigt eine Gelbphase über blinkende LEDs an.
Die LED-Stränge werden mit den entsprechenden Pins von SV1 verbunden. Der Pluspol (Anode, langes Bein) eines jeden Strangs mit Pin 14 (Ledspannung) und der Minuspol (Kathode) mit einem der Pins 3 bis 8 oder 10.
Jeder Ledstrang wird von einem Transistor in IC1 geschaltet. Die Widerstände R9 bis R15 bestimmen die Helligkeit des jeweiligen Stranges und müssen je nach Ausbauvariante gewählt werden. R9 gehört zum ersten roten Strang und R13 zum fünften. R14 gehört zum gelben Strang und R15 zum grünen Strang.
Alle Transistoren zusammen können bis zu 500mA treiben. Das sind 70mA pro Ledstrang.
Die für uns interessanten technischen Daten einer LED sind die Durchlassspannung und die Stromaufnahme. "Normale" LEDs haben eine Stromaufnahme von 20mA. Die Durchlassspannung richtet sich nach der Farbe der lED typische Werte sind der Tabelle im Seitenstreifen zu entnehmen. Die genauen Daten sind dem Datenblatt der jeweiligen LED zu entnehmen.
Schließt man eine LED an einem Strang an, berechnet sich der Widerstand
R = (Ledspannung - Durchlassspannung) / Stromaufnahme
Bei einem SCX Digitalsystem und einer roten LED ergibt sich
R = (16,5V - 1,8V) / 0,02A = 735Ω
Der nächste verfügbare Widerstand hat 750Ω.
Schließt man mehr als eine LED an einem Strang an, so kann man sie hintereinander (seriell), nebeneinander (parallel). Um die Sache nicht zu verkomplizieren sollten alle LEDs in einem Strang dieselbe Durchlassspannung und Stromaufnahme haben.
Schaltet man mehrere LEDs in Serie, so bilden sie eine große LED mit der Durchlassspannung aller LEDs zusammen und der Stromaufnahme von nur einer LED Man sieht, dass dies eine gute Variante ist um den Stromverbrauch niedrig zu halten. Man muss nur darauf achten, dass die Durchlassspannung der "großen LED" unter der Ledspannung bleibt.
Schaltet man mehrere LEDs parallel, so bilden sie eine große LED mit der Durchlassspannung einer LED und und der Stromaufnahme aller LEDs zusammen. Man sieht, dass hier viel Strom verbraucht wird. Die Variante ist vor allem dann sinnvoll, wenn man nur eine niedrige Ledspannung hat.
Hat man viele LEDs, so kann man sie in gleich große Gruppen aufteilen und die LEDs jeder Gruppe seriell anordnen und die Gruppen dann parallel. Die Durchlassspannung dieser ganz großen LED ist dann die Durchlassspannung aller LEDs einer Gruppe zusammen und die Stromaufnahme entspricht der Stromaufnahme aller Gruppen zusammen.
 Die verschiedenen LED-Anschluss-Schemata. Einzel LED, seriell, parallel, und parallele Gruppen serieller LEDs
Die Ampel soll keine gelben LEDs haben, in eine Brücke eingebaut werden und LEDs auf beiden langen Seiten der Brücke haben. Pro Strang verwenden wir 2 LEDs, für jede Seite eine. Insgesamt 10 rote und 2 grüne LEDs

In jedem Strang werden die 2 LEDs hintereinander geschaltet. Dies sorgt für einen geringeren Stromverbrauch. Die Durchlassspannung in einem Strang ist also das Doppelte der Durchlassspannung einer Diode, während die Stromaufnahme der einer Diode entspricht. Für jeden der Widerstände R9-R13 ergibt sich bei einem SCX System:
R = (16,5V - 2 * 1,8V) / 0,02A ) = 645Ω. Der nächste verfügbare Wert ist 680Ω
Für den Widerstand des grünen Stranges ergibt sich:
R15 = (16,5V - 2 * 2,8V) / 0,02 = 545Ω. Der nächste verfügbare Wert ist 560Ω
Also benötigen wird 5 Widerstände mit 680Ω und einen mit 560Ω.
Als zweites Beispiel wählen wir eine etwas aufwändigere Konfiguration. Auf jeder Seite befinden sich in jedem roten Strang 2 LEDs und im gelben und grünen Strang je 5 LEDs

Wenn man die LEDs beider Seiten seriell Schalten würde, so hätte man 10 gelbe LEDs in Serie und eine Gesamtdurchlassspannung von 20V. Da wie aber nur eine Ledspannung von 16,5V haben, klappt das nicht. Deshalb schalten wir die LEDs jeder Seite eines Stranges in Serie und dann diese Teilstränge beider Seiten parallel.
Für die roten Stränge ergibt das eine Durchlassspannung von 2 * 1,8V und weil 2 Teilstränge parallel geschaltet werden eine Stromaufnahme vom 2 * 20 mA:
Rx = (16,5V - 2 * 1,8V) / (2 * 0,02A) = 322,5Ω. Nächster Widerstandswert: 330Ω
Für den gelben Strang mit je 5 LEDs in Serie pro Teilstrang ergibt sich eine Durchlassspannung von 5 * 2,0V und weil 2 Teilstränge parallel geschaltet werden eine Stromaufnahme vom 2 * 20 mA:
R14 = (16,5V - 5 * 2,0V) / (2 * 0,02A) = 162,5Ω. Nächster Widerstandswert: 180Ω
Für den grünen Strang gilt das Selbe, wie für den gelben, nur mit einem anderen Wert für die Durchlassspannung einer LED:
R15 = (16,5V - 5 * 2,8V) / (2 * 0,02A) = 62,5Ω. Nächster Widerstandswert: 62Ω
Alle nachfolgenden Artikelnummern und Preise beziehen sich auf Artikel der Fa. Reichelt bei Weblegung. Ich habe keine Verbindung zu dieser Firma. Ich verwende sie nur als Beispiel. Die Bauteile sind auch bei anderen Anbietern, wie Segor oder Conrad erhältlich.
Neben Mikrocontroller, Platine und Steckverbinder benötigt man:
| Part |
Wert |
Anzahl |
Artikelnummer |
Einzel- |
Gesamtpreis |
Bemerkungen |
| C2, C5, C8 |
100nF |
3 |
X7R-5 100N |
0,12 |
0,36 |
|
| C1, C7 |
100uF/25V/ø6,3mm |
2 |
RAD 100/25 |
0,04 |
0,04 |
|
| C6 |
100µF/10V/ø5mm |
1 |
RAD47/25 |
0,04 |
0,04 |
Der Reichelttyp hat nur 47µF, kann aber trotzdem verwendet werden. Die Fa. Segor bietet auch einen 100µF Typ mit 5 mm Durchmesser |
| C3,C4 |
15pF |
2 |
KERKO 15P |
0,05 |
0,10 |
|
| D2 |
- |
- |
unbestückt |
|
|
|
| D1, D3, D4, D5 |
1N5819 |
4 |
1N5819 |
0,15 |
0,60 |
Für den Einsatz der PC-Unit muss D3 durch eine Drahtbrücke ersetzt werden. |
| B1 |
B250C1500 |
1 |
B250C1500RUND |
0,14 |
0,14 |
|
| IC1 |
ULN2003 |
1 |
ULN2003A |
0,29 |
0,29 |
|
| IC3 |
7805 |
1 |
μA7805 |
0,17 |
0,17 |
|
| T1, T2 |
BC337-40 |
2 |
BC337-40 |
0,04 |
0,08 |
|
| Q1 |
20MHz |
1 |
20,0000-HC49U-S |
0,17 |
0,17 |
|
| R6 |
1k8 |
1 |
1/4W 1,8K |
0,10 |
0,10 |
|
| R7 |
180 |
1 |
1/4W 180 |
0,10 |
0,10 |
|
| R8 |
4k7 |
1 |
1/4W 4,7K |
0,10 |
0,10 |
|
| R1, R4, R5 |
10k |
3 |
1/4W 10K |
0,10 |
0,30 |
|
| R2, R3 |
100Ω |
2 |
1/4W 100 |
0,10 |
0,20 |
|
| R9-R15 |
|
7 |
Siehe Text |
0,10 |
0,70 |
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| SF1 |
KSS1201 |
1 |
SUMMER TDB 12 |
0,95 |
0,95 |
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| S1 |
DIP04S |
1 |
Dip-Schalter, stehend, 4-polig |
0,30 |
0,30 |
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LEDs |
? |
Rote, grüne. gelbe je nach Design |
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Leds kosten meist zwischen 0,05 und 1,00 €, je nach Größe und Helligkeit. Je nach Startampelausführung liegt man typischerweise zwischen 3,00€ und 10,00€ |
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Fassung 28 polig
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1 |
GS28P-S |
0,35 |
0,35 |
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| Summe |
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5,09
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Zuzüglich LEDs, Kabel, Platine, Kabel, Prozessor und Steckverbinder. |
Die preiswerteste Variante an Steckverbindern sind Stift- und Federleisten. Das Raster muss 2,54 mm betragen. Es gibt sie gewinkelt und gerade in langen "Streifen" von denen man sich Stücke entsprechender Länge abschneidet.
Teurer aber komfortabler sind Platinensteckverbinder. Die Stiftleisten haben meist eine Plastik-Halbwanne, die auch als Verpolungsschutz dient und die Buchsen sind schon mit Kabeln vorkonfektioniert.
Möchte man den Startvorgang bzw. die Gelbphase auch manuell starten können, so benötigt man dafür noch einen bzw. zwei Taster. Jeder handelsübliche Schließer ist dafür geeignet.

Man beginnt mit den mechanischen (Drahtbrücke, Fassungen, Schalter Sx) und passiven Bauelementen (Widerstände Rx, Kondensatoren Cx).
Ich bestücke für gewöhnlich in aufsteigender Bauhöhe, d.h. flache Bauteile zuerst. Und trotz der "Mechanische und Passive zuerst" Regel bestücke ich die Steckerleisten oft als letzte, da sie sonst manchmal einfach im Weg sind.
Die Elkos C1-C3 müssen richtig herum eingebaut werden. Das Bauteil hat eine Markierung für den Minuspol (Streifen mit - Zeichen) auf dem Bestückungsplan ist allerdings der Pluspol vermerkt.
Die Einbau Richtung des Schalters ist funktional unerheblich, aber um Verwirrung zu vermeiden sollte er so eingesetzt werden, dass die Schalter bei "Ein-Stellung" zur Platinenmitte zeigen. Das heißt der Schalter mit der Nummer 4 ist der am Transistor T1.
SV3 wird nicht bestückt.
Nun folgen die restlichen Bauteile. Bei den Dioden Dx ist die Kathode sowohl im Bestückungsplan als auch auf dem Bauteil durch eine Linie gekennzeichnet. Der Gleichrichter B1 muss wie im Bestückungsplan eingezeichnet eingesetzt werden. Die Bezeichnung der Pins sind auf seinem Gehäuse gedruckt und zusätzlich ist der + Anschluss länger als die anderen. D2 wird nicht bestückt.
IC1 und 2 werden in der Richtung der Halbmondförmigen Einbuchtung auf Plan und Bauteil eingesetzt. IC3 mit der Metallseite zur nächsten Platinenkante. Die Einbaurichtung des Quarzes von Q1 ist egal.
Die LEDs werden mit den Pins von SV1 je nach Konfiguration verbunden. Wichtig ist, dass die LEDs Kathode und Anode haben. Bei einer einzelnen LED, wird die Anode (Pluspol, langes Bein) mit Pin 14 (Ledspannung) von SV1 (Pin 3 bis 8 oder Pin 10) und die Kathode mit dem jeweiligen LED Ausgang an SV1 verbunden.
Bei serieller Anordnung wir jeweils die Anode einer LED mit der Kathode der nächsten LED verbunden. Und die Anode bzw. Kathode der beiden LEDs an den Enden werden so an SV1 angeschlossen als sei es nur eine große LED
Bei paralleler Anordnung werden die Anoden aller LEDs eines Stranges verbunden und eben so alle Kathoden. Diese werden dann so an SV1 angeschlossen als sei es nur eine große LED
Möchte man Schalter für das manuelle Starten/Beenden des Rennens oder der Gelbphase verwenden, so benötigt man zwei schließende Taster (das sind die ganz normalen).
Die zwei Ausgänge Rennen und Gelbphase zeigen den jeweiligen Status als High-Pegel an.
Der eine Anschluss des Tasters wird mit Pin 1 von SV1 (Gelbphase) oder Pin 2von SV1 (Start/Ende) und der andere mit Pin 13 von SV1 (Masse) verbunden.
Der Anschluss von SV4 wurde oben beschrieben - aber nochmal der Vollständigkeit halber.
| Bahn |
Pin an SV4 |
Beschreibung |
| SCX Digital |
1 |
Einer der beiden äußeren Fahrbahnleiter einer Spur |
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2 |
Der andere Fahrbahnleiter der selben Spur |
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3 |
Der Mittelleiter der Spur |
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4 |
Nicht belegt |
| Bahn |
Pin an SV4 |
Beschreibung |
| Carrera Digital |
1 |
Einer der beiden Fahrbahnleiter einer Spur |
|
2 |
Der andere Fahrbahnleiter der selben Spur |
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3 |
Mit Pin 4 verbinden |
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4 |
Mit Pin 3 verbinden |
| Bahn |
Pin an SV4 |
Beschreibung |
| Analog |
1 |
Einer der beiden Anschlüsse von der Niederspannungsseite des Netzgerätes. |
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2 |
Der andere der Anschlüsse von der Niederspannungsseite des Netzgerätes. |
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3 |
Mit Pin 4 verbinden |
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4 |
Mit Pin 3 verbinden |
Test
Nach dem Einschalten sollte, beginnend mit Rot 1, jeder Strang einmal auf leuchten.
Die Startampel hat vier Schalter über die sie sich konfigurieren lässt.
- Schalter 1 wählt zwischen dem Bahnprotokoll. "Ein" bedeutet SCX Digital und "Aus" Carrera Digital Betrieb. Für Analogbetrieb ist die Stellung des Schalters unerheblich.
- Schalter 2 wählt den Gelbphasenmodus. "Ein" bedeutet die Gelbphase wird über den gelben LED Strang angezeigt, "Aus" lässt die Rote und grünen LEDs blinken.
- Schalter 3 schaltet den Ton ein oder aus.
- Schalter 4 wird zur Zeit nicht verwendet.
Der TTL-232R USB-Serial Converter der Fa. FTDI (erhältlich z.B. über segor) hat eine Buchse die genau auf SV2 passt. Dabei ist zu beachten, dass die schwarze Leitung am Konverter auf Pin 1 von SV2 gehört.
Alternativ kann man auch eine PC-Unit bzw. ein PC-Unit kompatibles Kabel verwenden. In diesem Falle wird an der Stelle für die Diode D3 eine Drahtbrücke eingelötet und man verwendet am Besten einen kleinen Adapter in Form einer MinDin6 Buchse auch PS2 Buchse genannt. Die Zuordnung ist auf dem Bild rechts zu sehen.
Unabhängig von der verwendeten Hardware, erscheint die PC-Unit bzw. der Seriell-USB Konverter dem Rechner wie eine serielle Schnittstelle. Die Einstellungen sind 115200 Baud, 8 Bit, 1 Stopbit, Keine Parität.
Damit das funktioniert müssen natürlich die Treiber des Herstellers installiert sein. Im Falle der PC-Unit und des TTL-232R USB-Serial Converter handelt es sich um die selben Treiber, erhältlich von der FTDI Webseite. Sollten die Treiber für die PC-Unit schon installiert sein, so müssen sie nicht erneut installiert werden.
Für den ausschließlichen Betrieb als Startampel wird keine Verbindung mit dem Rechner benötigt, es muss also auch kein Kabel angeschlossen werden.
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