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Bei den Slotcarmotoren handelt es sich ausschließlich um Gleichstrommotoren mit Permanentmagneten, da diese die beste Kombination von Preis und Leistung bieten und eine sehr einfache Ansteuerung und Regelung erlauben.
Die folgende Beschreibung ist etwas vereinfacht und soll nur eine Vorstellung davon vermitteln, was den Motor zum Drehen bringt und wovon die Drehzahl in welcher Weise beeinflusst wird.
Der Permanentmagent hat die Form einer Röhre. Inmitten des Magneten sitzt die Achse auf der sich für gewöhnlich drei Anker befinden. Jeder Anker ist ein Elektromagnet. Es ist immer nur ein Anker mit den Spannungsanschlüssen des Motors verbunden.
Wird nun der Motor an eine Spannungsquelle angeschlossen, so fliesst ein Strom durch den gerade verbundenen Anker. Da es sich bei dem Anker um einen Elektromagneten handelt, erzeugt der Strom ein Magnetfeld. Bildlich gesprochen "drückt" dieses Magnetfeld gegen das Magnetfeld des Permanentmagneten. Der Permanentmagnet kann aber nicht bewegt werden, also muss sich der Anker bewegen. Da die Anker auf einer Achse sitzen wird der Anker ein Stück um die Achse herumgedrückt und die anderen Anker drehen sich mit. Nach einer Drittelumdrehung wird die Verbindung des Ankers mit den Spannungsanschlüssen unterbrochen und stattdessen der nächste Anker, der sich nun dort befindet, wo der erste Anker gestartet ist, verbunden. Dieser Anker wird von Strom durchflossen, erzeugt ein Magnetfeld und wird weggedrückt usw.
Je größer der Strom ist, der durch die Anker fliesst, desto stärker ist das Magnetfeld. Je stärker das Magnetfeld ist desto kräftiger wird der gerade verbundene Anker weggedrückt.
Drehmoment
Die Größ, die beschreibt, wie kräftig der Anker weggedrückt wird, nennt man Drehmoment (M). Je höher das Drehmoment ist, desto mehr Kraft liefert der Motor. Je schwerer etwas zu bewegen ist, desto mehr Kraft braucht ein Motor, desto mehr Drehmoment muss er liefern.
Es wird eine bestimmte Menge Drehmoment benötigt, um die Achse zum Drehen zu bekommen. Ist der Motor freilaufend und gut geölt ist weniger Drehmoment notwendig, als wenn der Motor Räder antreiben muss und die Lager trocken sind. Genauso benötigt man auf ebener Strecke weniger Drehmoment als an einer Steigung, um die gleiche Drehzahl zu erreichen.
Ist das erzeugte Drehmoment grösser als das, dass zum Erhalt der momentanen Drehzahl benötigt wird, so wird der Motor schneller drehen, ist das Drehmoment kleiner wird er langsamer drehen.
Strom
Da die Stärke des Drehmoment von der Stärke des Stromes abhängt ist es wichtig zu wissen wovon die Stärke des Stromes abhängt.
Die Stärke des Stroms (I) wird bestimmt vom ohmschen Widerstand (R) des Motors und dem Unterschied von Betriebs- (Ub) und Induktionsspannung (Ui).
I = (Ub - Ui) / R
Der Widerstand des Motors ist vom gewählten Motor abhängig und ändert sich nicht.
Die Induktions Spannung entsteht wenn sich der Motor dreht. Je schneller der Motor dreht desto höher ist die Induktionsspannung. Steht der Motor so ist Ui gleich 0V. Wir können die Induktionsspannung also nicht direkt beeinflussen.
Die Betriebsspannung können wir im vorgegebenen Rahmen beliebig einstellen und ist für uns somit das einzige Steuermittel. In der Praxis wird Ub über den Handregler eingestellt.
Diagramme
Die nachfolgenden Diagramme zeigen die Veränderung der Größen nach bestimmten Ereignissen. Die Werte selbst haben keine Bedeutung es geht nur um Ihren Verlauf, ob sie steigen oder fallen. So wird für Drehzahl und Induktionsspannung die selbe Kurve verwendet, da ihr Verlauf identisch ist, obwohl sie total unterschiedliche Werte haben. Sind zwei Größen proportional, so haben ihre Kurven den gleichen Verlauf. Proportional sind: Induktionsspannung und Drehzahl. Der Unterschied zwischen Ub und Ui. Die Stromstärke und das erzeugte Drehmoment.
Einschalten
Wird an einen stehenden Motor eine Spannung angelegt, so beginnt ein Strom zu fliessen. Da Ui noch 0V ist, ist der Unterschied zwischen Ub und Ui der größtmögliche und somit fließt auch der größtmögliche Strom. Dieser sogenannte Einschaltstrom kann bis zu 11 fachen des Arbeitsstromes betragen. Dies erzeugt das größtmögliche Drehmoment und der Motor beginnt mit aller Kraft zu drehen. Da die Teile im Motor eine Masse haben, springt die Drehzahl nicht sofort auf ihren Endwert, sondern beginnt sich wegen der Trägheit, langsam zu erhöhen.
Da nun die Drehzahl zu steigen beginnt, steigt auch die Induktionsspannung (Ui). Dadurch wird der Unterschied zwischen Ub und Ui kleiner. Und so wird der Strom kleiner und das Drehmoment kleiner. Aber das Drehmoment ist immer noch größer als das zum Drehzahlerhalt notwendige Drehmoment, also dreht der Motor noch ein bischen schneller. Dies führt zu einem weiteren Ansteigen von Ui und so weiter. Irgendwann erreicht die Drehzahl einen Wert, bei dem der Unterschied aus Ub und Ui nur noch so hoch ist, dass der Strom gerade genug Drehmoment erzeugt, um die Drehzahl zuhalten. Wenn wir keine Veränderung vornehmen, dreht der Motor mit dieser Drehzahl ewig weiter. Dies ist der Arbeitspunkt des Motors.
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