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Die nachfolgende Umbauanleitung wurde mit grösster Sorgfalt erstellt. Trotzdem erfolgt der Nachbau auf eigene Gefahr und wir übernehmen weder Verantwortung noch Haftung für eventuell entstehende Schäden jedweder Art. Der Umbau geht über den "normalen" Gebrauch hinaus, so dass Garantie- und Gewährleistungsansprüche erlöschen. Umbau geht über den "normalen" Gebrauch hinaus, so dass Garantie- und Gewährleistungsansprüche erlöschen.

Worum geht es

Dezember 2008. Auch, wenn man ein glühender Verfechter der Digitalen.Slotcar-Systeme ist, ergibt sich manchmal die Situation, dass man mit analogen Slotcars fahren möchte. Ob man einfach nur überprüfen möchte ob das Auto funktioniert, bevor man es für den Digital-Betrieb umrüstet, oder weil man eine große Sammlung analoger Fahrzeuge hat und mit dm Umrüsten nicht nachkommt oder weil der besuch sein eigenes Slotcar mitgebracht hat, Gründe gibt es viele.

Fahrbahnteile, Regler und Trafo zu tauschen ist aufwändig, deshalb gibt es den sogenannten Dualumbau. Er erlaubt es dieselbe Bahn ohne Wechsel vom Komponenten im Analog- oder Digital-Betrieb zu verwenden.

Die hier beschriebene Methode gilt für alle Carrera Digital Systeme.

BB oder CU

Diese Umbauanleitung entstand als es noch keine CU gab. der Umbau für eine CU läuft genauso wie der für die BB ab. Einfach überall BB durch CU ersetzten.

So oder so

Der Dualumbau an sich ist keine neue Sache. Aber meine Methode ist anders als die herkömmlichen Methoden.

Die Besonderheiten dieser Umbauart sind:

  • Die analoge und digitale Betriebsarten verwenden die selben Regler.
  • Wireless Regler funktionieren ohne weiter Umbauten im analogen und digitalen Betrieb.
  • Startampel mit Frühstarterkennung der Blackbox steht auch im analogen Betrieb zur Verfügung.
  • Der Carrera Rundenzähler 30342 funktioniert auch im analogen Betrieb.
  • Programmierbarkeit von Geschwindigkeit und Bremsverhalten stehen auch im Analog-Betrieb zur Verfügung.

Für diejenigen, die gerne mit Parma oder anderen Reglern fahren möchten, ist dieser Umbau nicht zu empfehlen.

Was ist denn normal ?

Der normale Umbau besteht darin, dass die Kabel vom Anschlussstück getrennt und jede Spur einzeln auf einen Umschalter geführt werden. Die eine "Seite" des Umschalters wird mit den Ausgängen der Blackbox verbunden, die andere mit den analogen Reglern.

So sieht das Ganze im Prinzip aus. Beachten sie bitte, dass die Farben der Kabel des Analog-Teils vertauscht sind. Das liegt daran, dass die Polarität der Schienen im Analog- und Digital-Betrieb vertauscht ist. Im ersten Moment wirkt das "doof". Bei genauerer Betrachtung erweist es sich allerdings als "glücklicher" Umstand..

Was ist denn besonders ?

Besonders ist, dass die Fahrzeuge immer über die Blackbox gesteuert werden. Das hat den Vorteil, dass man nicht zwei Sätze Regler braucht und einige Blackboxfeatures auch im Analoag-Betrieb nutzen kann.

Die Idee hinter dem Ganzen ist es, die Autos digital zu steuern, aber den Dekoder nicht in das Auto, sondern in die Anschlussschiene zu legen. Dazu werden die Kabel vom Anschlussstück getrennt und jede Spur einzeln auf einen Umschalter geführt. Die eine "Seite" des Umschalters wird mit den Ausgängen der Blackbox verbunden, die andere mit den Ausgängen von Fahrzeugdekodern. Für jede Spur wird ein Dekoder benötigt. Die "Eingänge" jeden Dekoders werden über einen öffnenden Taster mit dem Blackbox Ausgang verbunden.

Die zwei Öffner (Taster die beim Drücken den Kontakt öffnen statt ihn, wie sonst üblich zu schliessen) dienen dazu, die Dekoder von der Fahrbahn zu nehmen. Will man dem Dekoder einen Regler zuweisen, drückt man zweimal die Taste an einem der Regler. Nun drückt man den Öffner der gewünschten Spur für einen kurzen Moment, was dem Anheben des Autos entspricht und drückt die Taste am Regler noch 2 mal.

Ingo war der Erste, der die Idee hatte auch jeweils einen der Lichtausgänge der Dekoder mit Leds zu versehen, damit man ein Feedback, beim Einstellen der Fahrzeug Id hat.

Man kann durch Hinzufügen von weiteren Dekoder/Öffner Paaren auch bahnen mit mehr als zwei Spuren auf Dualbetrieb umrüsten.

Ebenso, kann man die Spuren auch einzeln umschaltbar machen. Allerdings sollte man dann sicher stellen, dass ein Auto von einer digitalen Spur nicht auf eine analoge Spur wechseln kann.

 

Das Ganze mal als Schaltplan. Die Stecker an den Seiten führen zu den Dekodern und sind auch mit den jeweiligen Kabelfarben bezeichnet. Der Stecker am unteren Ende stellt die Verbindung mit der Blackbox, der am oberen Ende mit den Schienen, her.

Umbau der Anschlussschiene

Man benötigt:

  • einen Umschalter mit je 2 Schaltebenen pro Spur. Bei zwei Spuren also eine 4 fach Umschalter. Er sollte bis zu 20V/5A belastbar sein.
  • Zwei Öffner, die zwischen 20V/2A und 20V/3A belastbar sein sollten. Kann man keine geeigneten Öffner finden, so kann man auch Taster mit Umschaltfunktion verwenden. In diesem Fall verwendet man die Kontakte, die im nicht-gedrücktem Zustand verbunden sind.
  • Zwei beliebige D132 oder D124 Dekoder. Ich habe D124 Dekoder verwendet, weil ich sie günstiger Beziehen konnte. Die Dekoder müssen nicht vom selben Typ sein.
  • Kabel mit einem Querschnitt von 0,25mm2.
  • Falls man auch Kontrollleds verwenden möchte noch 2 Leds.

Falls man die Dekoder nicht fest verlöten möchte, benötigt man noch :

  • 2 Stecker 2 pol. Firma JST Typ PH.
  • 2 Buchsen 2 pol. Firma JST Typ PH.
  • Falls man auch Kontrollleds verwenden möchte 2 Buchsen (Frontlicht) oder Stecker (Rücklicht) 2 pol. Firma JST Typ ZH.
  • Schrumpfschlauch zum Isolieren der Stecker.
  • Falls man die selben Kabel-Farben, wie Carrera verwenden möchte, so benötigt man auch Kabel in der entsprechenden Farbe. Ein Querschnitt von 0,14mm2 ist ausreichend.

Die erste und schwierigste Entscheidung bei diesem Projekt ist das Festlegen des Einbauplatzen für die Komponenten. Vei meinem ersetn Versuch habe ich Dekoder und Schalte in einen Seitenstreifen eingebaut. Hier beschreibe ich die verwendung eines "unten offenen" Gehäuses, das auf dem randstreifen vor der Blackboc montiert wird.

Es besteht aus Ober- Vorder und Rückseite und 4 Seitenteilen, von denen 2 zu Stabilisierung in der Gehäusemitte dienen. Alle Seitenteile sind identisch, ebenso Vorder- und Rückteil.

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Das ist das Gehäuse von unten betrachtet. Der Umschalter in der Mitte, flankiert von den Öffnern und ganz aussen die Leds. Die zwei Seitenteile direkt neben dem Umschalter sorgen für die nötige Stabilität beim Umschalten.

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Zuerst werden die Kabel in der Mitte des Umschalters montiert. Sie werden später mit den Fahrbahnleitern verbunden werden.

Die roten Kabel jeden Adernpaares sind aussen.

Dann werden auf der linken Seite des Umschalters jeweils die beiden äusseren und die beiden inneren Kontakte verbunden.

Ein äusserer Kontakt wird mit der roten Ader, die zur Blackbox führen wird, verbunden. Der Kontakt wird ebenfalls mit je einem Anschluss der beiden Öffner verbunden.

Der jeweils andere Kontakt des Öffners wird mit dem roten Kabel eines Dekoders verbunden.

Ein innerer Kontakt wird mit der schwarzen Ader, die zur Blackbox führen wird, verbunden und ebenfalls mit den schwarzen Kabeln der Dekoder.

Im Bild oben werden die Verbindungen zu den Dekodern nicht direkt hergestellt, sonder stattdessen werden die Kontakte auf Stecker geführt, so dass man die Dekoder jederzeit wieder abnehmen kann.

In dem Bild ist auch zu sehen, dass die Leds ebenfalls mit Steckern versehen wurden anstatt sie direkt mit den Kabeln von den Dekodern zu verlöten.

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Nun werden die Kontakte auf der rechten Seite des Umschalters mit den Motorausgängen der Dekoder verbunden. Da ich keine lila und grauen Kabel hatte, habe ich gelbe und weisse Kabel verwendet. Es ist darauf zu achten, dass graue Kabel mit einem äusseren, und lila Kabel mit einem inneren Kontakt verbunden werden. Ich habe auch hier die Kontakte nicht direkt mit den Kabeln von den Dekoder verlötet, sodern sie ebenfalls auf Stecker geführt.

Wenn nun einer meint, dass man auf dem Bild nichts erkennen kann, so hat er recht. Deshalb noch mal als Schema:

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Und in "Echtigkeit".

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Na die Erfindung eines Schaltplans hat schon seinen Grund.

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Ok, unten die Blende entfernt, ein Loch in den Randstreifen gefräst, die Kabel durchgeführt und angelötet.

Für andere Projekte benötigt man das Signal von der Blackbox auch im Analog-Betrieb. Deshalb sollte man, wenn man schon mal dabei ist, das Blackbox Signal auch gleich nach aussen legen.

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Blende wieder angeschraubt, rumgedreht und fertig.

Pferdefüße und andere Tierextremitäten

Ghostcar: Verwendet man im Analog-Modus die Ghostcarfunktion, so bleiben die Ghostcars nach einer kurzen Zeit stehen. Das liegt an einem Sicherheitsfeature der Carrera Dekoder. Man könnte es umgehen indem man alle par Sekunden die Trenntaste drückt, oder aber man betreibt die Spur für das Ghostcar digital. Wie man den Dualumbau modifizieren muss, damit man für jede Spur getrennt Digital- oder Analogbetrieb wählen kann, steht im nächsten Abschitt. Damit das digitale Ghostcar die Spur nicht wechselt, muss man seine IR Diode abdecken bzw. abkleben.

Programmierung der maximalen Geschwindigkeit u.ä.: Die Programmierung von Geschwindigkeit, Tankvolumen, Bremsstärke und das Zuweisen der Fahrzeug ID über die Code Taste der CU betrifft alle Fahrzeuge auf der Bahn. Da die Dekoder fest mit der BB/CU verbunden sind, sind immer alle Dekoder betroffen. Autos, die nicht betroffen werden sollen, nimmt man einfach von der Bahn. Bei den Dekodern macht man es im Grunde genau so. Man drückt für die Dauer des Programmiervorgangs einfach den Trenn-Taster für den Dekoder, der nicht programmiert werden soll.

Getrennt von Tisch und Bett

Eher getrennt von Spur und Spur.

Man kann den Umbau natürlich auch so gestalten, dass man für jede Spur getrennt wählen kann, ob sie analog oder digital betrieben werden soll. Dazu ersetzt man den einen dicken Schalter durch zwei - für jede Spur einen. Das ist so einfach wie es klingt.

DualDual

Und sonst ?

Bei allen Dualumbau-Varianten ist darauf zu achten, dass die Spuren für den analogen Betrieb elektrisch voneinander getrennt sind.

Mit Ausnahme des Rundenzählers 30342, scheinen alle Komponenten mit dem Analog Betrieb ohne Umbau gut zurechzukommen (Stand Frühjahr 2013). Trotzdem ist eine Entkopplung bei den Anzeigegeräten wie Driver Display und Startlight sinnvoll.

 
 

Alte Formen des Spurwechsels (Kreuzweiche, linke und rechte Gerade-Weiche)

Bei den Weichen-Varianten besteht die Gefahr, dass zwei Spuren miteinander verbunden sind. Dankenswerterweise besteht bei den alten Spurwechslern keine Kabelverbindung zwischen den Spuren.

Die Weichen bestehen aus zwei Schienen und die einzige mögliche Verbindung besteht dort wo sich die Abzweigspuren der beiden Schienen berühren. Bei allen Weichen, die ich zu Hause haben, berühren sich die Abzweigspuren der beiden Schienen nicht . Sollte es doch einmal vorkommen, so muss man die Leiter an der Strinseite etwas abfeilen oder mit Klebeband voneinander isolieren.

Kurvenweichen

Die Kurvenweichen haben Kabelverbindungen zwischen den Spuren, diese müssen entfernt werden. Verbindungen zwischen Teilen der selben Spur können bestehen bleiben.

Die Weichen bestehen aus zwei Schienen und die einzige mögliche Verbindung besteht dort wo sich die Abzweigspuren der beiden Schienen berühren. Bei allen Weichen, die ich zu Hause haben, berühren sich die Abzweigspuren der beiden Schienen nicht . Sollte es doch einmal vorkommen, so muss man die Leiter an der Strinseite etwas abfeilen oder mit Klebeband voneinander isolieren.

Pitlane und Pitstop Adapter Unit

Keine Veränderungen notwendig.

Startampel, Driver Display, Position Tower, Wireless Plus Ladestation und andere Geräte, die an einer Adapter Unit angeschlossen werden.

Will man die Komponenten auch im Analog Betrieb verwenden, so müssen sie entkoppelt werden.

Entkoppeln bedeutet, dass die Verbindung mit der Fahrspur getrennt wird und das Gerät mit dem Ausgang der BB verbunden wird.

Man kann die auf zwei Arten tun.

Auf die harte Tour. D.h. man öffnet die Geräte und ersetzt die Verbindung mit den Steckern durch lange Kabel, die man direkt mit dem Ausgang der BB verlötet.

Oder auf die softe. Man baut eine weitere Spur mit Adapter Units, die direkt von der BB gespeist wird und steckt die Geräte an diese Spur.

KompSpur

Mann kann die Zusatzspur natürlich auch auf Höhe der Boxengasse einbauen.

Rundenzähler 30355 oder CU mit PC-Unit 

PC-Unit und Rundenzähler 30355 werden direkt mit der CU bzw. dem Rundenzähler 30342 verbunden und werden deshalb nicht direkt vom Umbau betroffen.

Verwendet man die PC-Unit mit dem Rundenzähler 30342 sind die dort beschriebenen Maßnahmen zu beachten.

Auch wenn die Geräte elektrisch nicht gefährdet sind, so ist für die Zeitnahme im Analogbetrieb ein Zusatzgerät notwendig. Dieses hat eine eigene Dieses hat eine eigene Projektseite.

Rundenzähler 30342

Es ist wichtig, dass man den Rundenzähler im Analog Betrieb von der Fahrbahn trennt, da es sonst über das Kabel zur BB zum Kurzschluss kommen kann.

Der Rundenzähler bezieht seine Spannungsversorgung von der Bahn. Im analogen Betrieb ist dies nicht möglich. Deshalb muss die Verbindung vom Rundenzähler zur Bahn getrennt werden. Ich habe sie auf einen Stecker gelegt und dann mit dem Stecker aus der BB verbunden.

Es ist auch möglich den Rundenzähler aus einem eigenen 12 V Netzteil zu versorgen. Das hat den Vorteil, dass der Rundenzähler beieinem Kurzschluß auf der Bahn nicht zurückgesetzt wird.

Zeitmessung im Analog Modus (neuere Version des 30342 ohne Lichtschranke im Slot)

(Die Trennung von der Fahrspur dient der elektrischen Funktionsfähigkeit. Sie erlaubt keine Zeitmessung im Analog Modus.

Es gibt zwei Varianten des Rundenzählers. Die ältere (bis Q2/2009) mit Lichtschranke im Slot und die neuere ohne Lichtschranke im Slot.

Um die neuere Variante für die Zeitnahme im Analogbetrieb verwenden zu können, ist ein Zusatzgerät notwendig. Dieses hat eine eigene Projektseite.

Die Verwendung des älteren Rundenzählers benötigt ein ELWMSD und ist im folgenden beschrieben.

Zeitmessung im Analog Modus (Pro X kompatible Version des 30342)

Der D132 Rundenzähler bis Anfang Q2/2009 hat für jede Spur zwei IR Empfänger. Einen im Slot zum Erkennen von ProX Leitkielen und einen in der Fahrbahndecke zum Lesen der Kennung der D132 Fahrzeuge.

Nun bietet es sich an die Lichtschranke im Slot so Umzubauen, dass sie auch im analogen Betrieb funktioniert.

Nun werden die 2 Verbindungen der Sensoren von der Slotlichtschranke zum Rundenzähler (blau und gelb) getrennt und eine kleine Controllerplatine dazwischen geschaltet. Neben der Spannungsversorgung benötigt die Controllerplatine auch noch eine Verbindung zur Bahn. Diese dient dazu festzustellen, ob sich die Bahn im analogen oder digitalen Betrieb befindet.

Befindet sich die Bahn im digitalen Betrieb, so wird das Signal von den Sensoren ohne Veränderung ,an die Rundenzählerelektronik weitergeleitet.

Im analogen Betrieb, stellt der Controller fest ob einer der Sensore abgedunkelt wird und schickt dann eine Impulsfolge an die Rundenzählerelektronik. Beim Abdunkeln des IR Sensors in der ersten Spur, sendet der Controller eine Impulsfolge, die der, die ein ProX Leitkiel für das Fahrzeug 1 erzeugen würde, entspricht. Entsprechend wird beim Abdunkeln des Sensors in der zweiten Spur die Impulsfolge für den ProX Leikiel für das Fahrzeug 2 gesendet.

ELWMSD kann so konfguriert werden, dass sie die Rolle solch eines Controllers übernehmen kann.

RZElwmsd

ELWMSD2 ebenfalls.

VerADRz

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